Nach einem Holzeinschlag im Wald oder einem größeren Rückschnitt im Park beginnt die eigentliche Arbeit, wenn alles am Boden liegt: Stämme von einem Zentner, lange Äste, Schnittgut, das sich an allem verfängt. Sie von Hand in die Mulde zu laden ist zeitaufwendig und belastet den Rücken; der Traktor mit Frontlader kommt weder zwischen die Bäume noch durch das Tor. Die Zange, montiert auf einem kompakten Kettenfahrzeug, liegt genau zwischen diesen beiden Situationen.
Drei Möglichkeiten, eine Zange zu montieren
Der erste Weg ist die Holzzange an der Anbaugeräteplatte, anstelle der Schaufel: zwei hydraulische Greifarme, die den Stamm umschließen, in der Version mit Rotator auch drehen, um ihn auf dem Anhänger oder dem Holzstoß auszurichten. Das ist das Werkzeug für alle, die den ganzen Tag Stämme laden: greifen, heben, ablegen, ohne abzusteigen. Wo sie an ihre Grenzen stößt: Sie transportiert nicht, sie bewegt nur; der Stamm muss auf etwas anderes geladen werden, oder man arbeitet in kurzen Abschnitten.
Der zweite Weg ist die Greifschaufel: eine normale Schaufel mit einem zusätzlichen Greifarm, der das Ladegut von oben fixiert. Weniger präzise als eine reine Zange, nimmt aber auch Schnittgut, kurze Äste und gemischtes Material auf, das durch eine Zange hindurchfällt. Das ist die Wahl für die Grünpflege, wo das Material nie einheitlich ist.
Der dritte Weg ist die Zange am Ausleger der Raupen-Arbeitsbühne: Der Ausleger hebt den Stamm an und setzt ihn jenseits einer Mauer, einer Hecke oder auf einem Anhänger auf der anderen Seite des Tores ab. Dieser Einsatz ist in Privatgärten und Stadtparks gefragt, wo der Stamm über ein Hindernis gehoben werden muss, nicht hindurchgeführt.
Was wirklich entscheidet: das Fahrwerk
Die Zange ist das letzte Glied; das Fahrzeug darunter entscheidet, ob die Arbeit machbar ist. Im Wald ist der Untergrund Wurzeln, Steigung und nasse Erde: Die Gummiketten kommen durch, wo Räder eingraben, und der niedrige Schwerpunkt hält das Fahrzeug am Hang, auch mit angehobenem Stamm. Im Stadtpark passieren die Ketten das Fußgängertor und hinterlassen keine Spuren auf dem Rasen. In beiden Fällen transportiert dieselbe Maschine – mit der Mulde anstelle der Zange – das geschlagene Holz ab: Genau das macht das Anbaugerät am Raupendumper sinnvoller als eine dedizierte Maschine.
Im Cormidi-Programm
Die Holzzange mit Rotator, die Greifschaufel und die Mistgabeln mit Greifer werden an der Anbaugeräteplatte der CMF Multifunktionsmaschinen und des Mini-Skid-Loaders montiert; die C85 in der Ausführung ML verfügt über eine eigene Holzzange und eine Rechenzange; die C85E-ML Elektro nimmt Gabeln und Greifzange für Einsätze auf, bei denen ein Verbrennungsmotor nicht zugelassen ist. An den Arbeitsbühnen KB20 und KB23 nimmt der Ausleger den Stammgreifer-Kit auf.
Vor dem Kauf
Den schwersten Stamm, dem man bei typischen Arbeiten begegnet, tatsächlich wiegen: Das bestimmt die Zange und das Fahrzeug. Den engsten Durchgang und die steilste Steigung unter Last mit angehobenem Anbaugerät prüfen. Entscheiden, ob das Material einheitlich (Stämme) oder gemischt (Schnittgut) ist: Zange oder Greifschaufel. Der Händler kann die Zange an den eigenen Stämmen vorführen – das ist der einzige Weg, um sicherzugehen, dass sie das greift, was gebraucht wird.