Im Wald ist nicht das Fällen das Problem. Es ist das Herausbringen. Das Fällen dauert einen Tag, die Holzrückung kann drei dauern, und in den meisten Fällen entscheidet sie darüber, ob sich die Arbeit gelohnt hat oder nicht.
Warum der Traktor oft nicht ausreicht
Der Traktor mit Anhänger ist das klassische Fahrzeug und bleibt unersetzlich, wo es eine Rückegasse gibt. Das Problem beginnt dort, wo die Gasse endet:
- weicher Untergrund nach Regen, wo die Räder einsinken und aufwühlen;
- Steigung jenseits einer bestimmten Grenze, wenn die Last den Schwerpunkt verschiebt;
- enge Durchfahrten zwischen den Bäumen, wo der Anhänger nicht einlenkt;
- Boden, der nicht beschädigt werden darf: Unterholz, Jungwuchs, oberflächennahe Wurzeln.
In solchen Fällen wird das Holz per Hand bis zur Rückegasse getragen, und genau dort geht der halbe Arbeitstag verloren.
Worauf es bei einer Rückemaschine ankommt
Antrieb und Aufstandsfläche. Eine Maschine mit Gummiketten verteilt das Gewicht und hält auf weichem Untergrund und in der Steigung, wo Räder durchdrehen. Weniger Schlupf bedeutet auch weniger Schaden am Waldboden – das ist kein ästhetisches Detail: beschädigte Oberflächenwurzeln machen sich über Jahre bemerkbar.
Breite. Im Nieder- oder Durchforstungsbestand kommt man nicht überall durch. Eine schmale Maschine erreicht den Polterplatz, statt zwanzig Meter davor stehen zu bleiben.
Beladung. Das ist der Punkt, der den Arbeitstag am stärksten beeinflusst:
- von Hand, wenn das Material bereits gespalten und leicht ist;
- mit Stammzange für Stämme und Äste, wenn grobe Stücke oder ganze Äste bewegt werden;
- mit Palettengabel, wenn das Holz bereits auf Paletten oder in Körben liegt.
Im Cormidi-Programm lässt sich die Stammzange an der C85-ML und an allen CMF mit ML-Ausstattung, Versionen SP2 und SP3, montieren.
Entladung. Am Polterplatz abladen oder in den Aufbau eines Lkw – das sind zwei verschiedene Arbeitsgänge: im zweiten Fall ist eine ausreichende Abwurfhöhe notwendig, sonst kommt ein zusätzlicher Umschlag hinzu.
Sicherheit, die im Wald anders ist
Der Wald ist keine Baustelle: Der Untergrund ist uneben, die Sicht ist eingeschränkt, und die Last ist naturgemäß ungleichmäßig.
- Last niedrig und gesichert, denn ein Stamm, der am Hang rollt, lässt sich nicht mehr aufhalten;
- Abfahrt entlang der Falllinie, nicht schräg zum Hang;
- keine schnellen Manöver mit hochgestellter Last;
- und keine Alleinarbeit in Gebieten ohne Mobilfunkempfang – das ist die Regel, die immer als Erstes ignoriert wird.
Eine einzige Maschine für das ganze Jahr
In der Forstarbeit ist die Saisonalität ausgeprägt, und eine Maschine, die nur für die Holzrückung genutzt wird, steht das halbe Jahr still.
Eine Multifunktionsmaschine wechselt das Anbaugerat und damit den Einsatzbereich: Stammzange für das Holz, Mulcher für die Unterholz- und Brombeerbeseitigung, Schaufel für Erdarbeiten, Palettengabel für Paletten. Das ist der Grund, warum auf vielen Forstbaustellen ein kompakter, vielseitiger Raupenkompaktlader einem Spezialfahrzeug vorgezogen wird.
Zusammenfassung
Die Kosten der Holzrückung entstehen durch Fahrten und per Hand zurückgelegte Meter. Eine schmale Raupenmaschine, die bis zum Baum vordringt, eliminiert den aufwendigsten Teil der Arbeit, und auf empfindlichem Untergrund oder in der Steigung ist sie oft die einzige, die ohne Schäden hinkommt.